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Zukunftskonferenz

Diese Methode zielt auf die Planung von Zukunftsvorhaben unter Einbeziehung aller wichtigen Blickwinkel und Perspektiven zum Thema. Dabei steht im Mittelpunkt, einen Konsens aller Beteiligten über die Ziele zu erreichen. Erst wenn gemeinsame Ziele formuliert wurden, werden Umsetzungsschritte geplant.

Zentrale Merkmale

Möglichst viele Interessen, Sichtweisen und Blickwinkel in einen Raum bringen: Die Teilnehmenden an der Konferenz sollen ein möglichst vollständiges Bild derjenigen bilden, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Interessen mit dem Thema zu tun haben.

 

Blick auf die Zukunft statt auf Probleme: Im Mittelpunkt des Interesses steht die Planung der Zukunft. Auf der Konferenz beschäftigen sich die Teilnehmenden zwar mit ihrer Vergangenheit und den Herausforderungen der Gegenwart, allerdings ist das nur die Basis dafür, sich der Zukunft zuzuwenden.

 

Gemeinsamkeiten finden statt Konflikte bearbeiten: Auf der Konferenz tauchen natürlich unterschiedliche Sichtweisen und Interessen auf. Diese werden zur Kenntnis genommen und festgehalten, aber nicht bearbeitet. Gezielt wird nach Gemeinsamkeiten gesucht, die bearbeitet werden.

 

Maßnahmen erst planen, wenn Konsens über Ziele erreicht ist: Erst wenn klar ist, über welche Ziele wirklich Einigkeit herrscht, werden Maßnahmen geplant. Auf der Konferenz wird daher viel Energie und Zeit dafür investiert, eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames Bild der Zukunft und der Ziele zu entwerfen. Die Maßnahmenplanung geschieht auf dieser Basis.

 

Die Arbeit in Anspruchsgruppen und an Mix-Max-Tischen: Die Zukunftskonferenz selbst verläuft nach einem detaillierten Aufgaben- und Zeitplan. Gearbeitet wird an insgesamt acht Tischen mit jeweils acht Teilnehmenden (es können auch sieben oder neun Tische mit je sieben oder neun Teilnehmenden sein). Bei diesen Gruppen oder Tischen handelt es sich um „Anspruchsgruppen“: Die Personen an dem Tisch haben eine ähnliche Sichtweise oder Interessenslage bezogen auf das Thema. Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Konferenz wird die Zusammensetzung der Tische so geändert, dass an jedem Tisch jeweils ein/e Vertreter/in einer Anspruchsgruppe sitzt (daher acht Tische mit acht Personen). Diese maximale Mischung („Mix-Max“) bewirkt, dass sich alle Teilnehmenden mit den Sichtweisen aller im Raum vertretenen Anspruchsgruppen auseinander setzen müssen. In dieser Zusammensetzung werden Zukunftsvisionen entworfen.

 

Die Vorbereitungsgruppe: Der Erfolg der Zukunftskonferenz hängt entscheidend davon ab, ob die „richtigen“ Personen teilnehmen. Wer eingeladen wird, entscheidet eine Vorbereitungsgruppe. In ihr sollten schon alle zentralen Interessengruppen vertreten sein.

Dauer und Größe

Zukunftskonferenzen brauchen i.d.R. zweieinhalb Tage Zeit. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach der Anzahl der von der Vorbereitungsgruppe festgelegten Anspruchsgruppen. Die optimale Größe: 64 Personen (8x8).

Bildergalerie

Die folgenden Bilder illustrieren den Ablauf einer Zukunftskonferenz. Sie entstanden auf der Veranstaltung „Zukunft für alle: sozial, umweltfreundlich, wirtschaftlich“ in Geesthacht (2000, Fotos: Andrea Hake, Kiel).